Mobivideo aufgetaucht.

Video

quelle: arab.blogsport.de/

decentral & international!

Zwischenbilanz:
12 Städte in Frankreich,
6 Städte in Italien,
5 Städte in Spanien,
3 Städte in England,
3 Städte in den Niederlanden,
und 3 Städte in Deutschland
haben sich dem dezentralem Konzept angeschlossen.

interim results:
12 cities in france,
6 cities in italy
5 cities in spain,
3 cities in uk,
3 cities in Netherlands
and 3 cities in germany
joined the decentral concept.

„Wir bleiben ALLE!“-Kampagne ruft zu G8 actiondays auf

WBA Aufruf:

***

Wir bleiben Alle!
http://wba.blogsport.de

Aufruf zum Protest gegen den G8-Gipfel 2011 in Berlin – Mietenexplosion und Vertreibung bekämpfen!

Download: [pdf]

Zusammenfassung

# G8-Gipfel formulieren unmenschliche, ausbeuterische, vertreibende Politik

# Rot-Rote Stadtpolitik im Lichte des G8-Gipfels: Privatisierung, Verarmung, Vertreibung, Ausgrenzung!

# Aufruf zu stadtpolitischen Aktionen am 26./27. Mai – Wir fordern eine Stadt für alle!

Aufruf zum Handeln – Organisiert euch!

Die Politik der G8-Regierungen ist überall, ihre Folgen auch. Denn Wohnungsprivatisierungen, steigende Mieten und beschissene Arbeitsverhältnisse fallen nicht vom Himmel. (mehr…)

Infostruktur update

Vorraussichtlich wird die Köpi als Infopunkt und Schlafplatzbörse für Anreisende zur Verfügung stehen. Weitere Informationen folgen.

Probably there will be an infopoint at the Köpi. Also there will be places to sleep for people coming for the action days. Wait for news.

es regt sich was

Auch Nürnberg, Hamburg und hoffentlich andere Städte haben das Konzept des dezentralen Widerstandes angenommen. Demos und andere Veranstaltungen sind angekündigt.

more infos:
Nürnberg
Hamburg

Berlinagainst G-acht | Erstelle dein Profilbanner

Berlin against G8 news

Die Vorbereitungen für die dezentralen Proteste am 26. & 27. Mai gegen den G8 Gipfel in Deauville laufen auf hochtouren. Auch in Berlin werden zur Zeit Infrastruktur zur Unterstützung von dezentralen Aktionen aufgebaut. So werden voraussichtlich Schlafplatzbörse und Infopunkt zur Verfügung stehen.
Wir rufen Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen auf für den dezentralen Protest gegen den G8 und Kapital zu mobilisieren und selbst aktiv zu werden.

The preparations for the decentralized protest on the 26th & 27th May against the g8 summit in deauville are running. Also in berlin an infrastucture for supporting decentralized actions is going to be built up. We try to organize sleeping places and an infopoint.
We call groups, organisations and people to mobilize for decentralized protest against g8 and capital and participate actively.

AUFRUF FÜR EIN SELBSTVERWALTETES CAMP ZUR NACHBEREITUNG DES G8 UND VORBEREITUNG DES G20 PROTEST ab Ende Juni

Dass der kapitalismus schlecht ist, muß nicht mehr bewiesen werden, denn nach jahrzehnten politischer analysen und unendlicher debatten wissen wir über seine immensen auswirkungen für menschen und umwelt bescheid. die ökonomischen und politischen führungskräfte haben ein system aufgebaut und seitdem aufrecht erhalten, das nur ihren eigenen interessen dient. das system wird immer mächtiger, es gibt wenig, was es daran hindert, uns auszubeuten.
wir spüren immer mehr den willen, gegen diese ordnung anzukämpfen, die nicht mehr unseren bedürfnissen entspricht.
in diesem kampf gegen die kapitalistische unterdrückung brauchen wir mehr als zuvor die kraft und energie derjenigen, die erkennen, daß dieses system nicht lebenswürdig ist und die die situation ändern möchten.
wir laden euch ein, euch mit uns die zeit zu nehmen um sich gemeinsam gedanken zu machen und sich für die planung eines camp zu organisieren, das diesen sommer stattfinden wird.

unser kampf gegen den kapitalismus steht nicht mehr in seinen anfängen. Jenseits einzelner und lokaler kämpfe hat dieser schon oft ausdruck in zahlreichen internationalen versammlungen und camps gefunden. tausende von menschen in zahlreichen antikapitalistische gruppen sammelten hier und da unterschiedlichste erfahrungen in handlungsweisen.

1999 wurde in seattle der gipfel durch den überraschungseffekt von blockaden stark behindert. 2003 haben wir in einem selbstverwalteten camp in evian versucht, alternativen zum kapitalismus aufzuzeigen.
2007 haben in rostock gruppen mit unterschiedlichem politischen hintergrund es geschafft, gemeinsam zu mobilisieren; das netz, das daraus entstand, hat sich im kampf für spätere kämpfe als sehr nützlich erwiesen.
parallel zu diesen gegen-gipfeln hat sich in ganz europa eine campkultur entwickelt: no-border-camps, die camps action climat…
das aus den gegen-gipfeln gewonnene fazit zeigt uns, daß der zeitdruck und die strafrechtliche verfolgung uns daran hindern, unsere ziele verfolgen zu können. Seit einiger zeit wird der wille stärker, aus dem klassischen kampfschema auszubrechen. Wir müssen uns unsere eigenen zeitlichen und örtlichen bedingungen schaffen anstatt die der regierungen anzunehmen um so ein internationales zusammenkommen und den austausch von handlungsweisen zu ermöglichen und um unser netzwerk zu stärken.
die reine konfrontation mit dem feind ist nicht zufriedenstellend. während der no-borde-camps in calais und brüssel und während der anti-nato mobilisierung in strasbourg standen wir einer einkesselungsstrategie gegenüber, die unsere politische botschaft vollständig erstickt hat. viele verspüren die notwendigkeit sich die nötige zeit zu geben um gemeinsam über neue strategien zu diskutieren, um die repressionen zu umgehen und wieder aktiv handeln zu können.
aus diesen gründen und auch nach einem kritischen fazit vergangener mobilisierungen, wollten die teilnehmer der vorbereitungstreffen für die g8- und g20-gegen-gipfel (dijon im november 2010 und paris im februar 2011) die art der organisation verändern und ein projekt ins leben rufen, das anders ist als die vorherigen gegen-gipfel oder camps.
hiervon ausgehend haben wir beschlossen, die mobilisierung in 3 abschnitte einzuteilen:
um nicht allesamt in deauville in eine falle zu tappen, wollen wir zuerst dezentrale aktionen durchführen: am 26. und 27. mai.
anschließend das camp, das uns die möglichkeit geben soll ohne zeitdruck neue strategien zu überdenken.
zuletzt können im camp aktionen gegen den g20-gipfel im november geplant werden.
die prioritäten für diesen alternativen freiraum sind also folgende:
uns die zeit und den raum geben, um unsere politischen handlungsweisen und lebensweisen auszutauschen…
wir wollen jedem die möglichkeit bieten am camp teilzunehmen und dauerhafte kontakte zu knüpfen. Jeder kann seine lebens- und kampferfahrungen, seine fragen und seine grenzen mit einbringen, die sich im politischen Alltag stellen.
die grundidee ist die, daß die ersten bausteine einer dauerhaften strategie erarbeitet werden sollen, die die `sans-papiers´, prekär beschäfftigte, partypeople, autonome, radikale ökos, queer, feministen, anrchisten, antispeziisten… und alle menschen, die lust haben daran teil zu haben, vereinen.
ziel ist es, eine realistische perspektive für den kampf zu schaffen und den austausch über unsere art und weise den kampf zu führen, zu ermöglichen. dies sollte, wenn möglich, unser netzwerk stärken und uns aus der politischen isolation führen.

bereichern wir die art und weise, unser leben selbstzubestimmen…
das übereinstimmen vieler menschen verschiedenen ursprungs und verschiedener kultur, auf lange sicht hin, stellt die frage nach der art und weise, wie wir gemeinsam leben können und zu gemeinsamen entscheidungen kommen können. daß ein camp geplant ist, das dauerhaft existieren kann, fordert eine gemeinschaftliche organisation heraus. Wie kommen auf lange sicht entscheidungen zustande, die strikt „auf einer ebene“ getroffen werden und nicht von „oben herunter“? Wie knüpft man verbindungen zwischen unterschiedlichen gruppen und wie kann der nötige informationsfluß zwischen den gruppen drei wochen lang funktionieren? Wie kann man die arbeit verteilen, ohne daß immer diesselben sich abrackern?

neue möglichkeiten des handelns finden…
innerhalb des camps wollen wir unser verhältnis zur „aktion“ hinterfragen: wie verwirklichen wir die vielfalt und komplementarität der strategien? wie begegnen wir repression oder wie umgehen wir sie? betrachten wir das selbstverwaltete camp als eine eigenständige politische aktion?
innerhalb des camps wollen wir auf die dezentralen aktionen, die während des g8-gipfels geplant sind, zu sprechen kommen um so ein kritisches fazit ziehen zu können und gemeinsam die aktionen gegen den g20-gipfel im november organisieren zu können.
während des camps ist keine aktion geplant, da das camp nicht der polizeilichen repression ausgesetzt werden soll, die eine aktion auslösen würde. das camp wird sich aber selbstverständlich solidarisch zu den lokal geführten kämpfen zeigen.

…ein bischen kultur
neben zahlreichen workshops und diskussionen, werden auch viele konzerte, aufführungen, austellungen, performances stattfinden ( wobei natürlich die ruhezonen eingehalten werden). für eine utopische alternative zu dieser kranken und miesen gesellschaft.

konkret gesagt:…
…haben wir beschlossen, daß das camp ende juni beginnen und mindestens 3 wochen andauern soll. es soll die möglichkeit bestehen, das camp ohne terminiertes ende weiterzuführen und jeder einzelne, jede gruppe und jede organisation wird aufgefordert, sich für die realisierung und durchführung dieses freiraums einzusetzen.
wir suchen noch nach einem ort für das camp und entsprechendem material (großes veranstaltungszelt, rohre, leitungen, küche, stühle, tische etc….) und handwerkliche kompetenz in elektrik und schreinerei.

kontact/info :
music@autistici.org

G8/G20 Aufruf

G8/G20 Aufruf von Dijon: Deauville wir werden nicht von deinem Wasser kosten

2011, “DIE” letzte Krise befindet sich nun in ihrem dritten Jahr. In Europa ist die Finanz- und Bankenkrise zu einer Krise der Staaten geworden. Nachdem den Banken und großen Unternehmen Milliarden hinterhergeworfen wurden, sagen die Regierungen nun, dass sie ihre Schulden nichtmehr auf sich nehmen können. Stattdessen entwickeln sie nun, mit Hilfe von internationalen Organisationen (IWF, EZB), Sparpläne: Senkung der Löhne, Senkung der Sozialhilfen und der Renten, massive Kündigungswellen, Privatisierung von öffentlichen Diensten, das Abschaffen von Sozialrechten… Auch wenn sich die revolutionären Bewegungen in mehreren Ländern entfalten, wie in Griechenland, Rumänien, England, Italien, Frankreich, die Politik des Bruchs mit allem sozialen ist nicht aufgehalten und beginnt damit ihre Kräfte freizusetzen. Zunehmende Ausbeutung und Ungleichheit, Repression gegen Migrant_innen, die Entwicklung und Verbesserung von Überwachung und Kontrolltechniken, Gentrification, Ghettoisierung werden begleitet von einer gut geölten Medienpropaganda und kraftvollen Sicherheitspolitik um die Einheit zu erhalten und Angriffe zu verhindern.

Auf einem globalen Niveau erlebt die Erde Verschmutzungen aller Art. Hunger und Durst betreffen hunderte Millionen Menschen, die Kriege dauern an. Aber die internationalen Institutionen und multinationalen Konzerne feiern. Die Milliarden fallen vom Himmel und ihre Macht entfaltet sich immer weiter. Diese Institutionen können alles tun unter dem Vorwand “Die Krise zu bewältigen”, und all das ohne koordinierten Widerstand hervorzurufen. Vor diesem Hintergrund bereiten sich die Mächtigen dieser Welt auf ihre Treffen in Deauville (G8, 26 und 27 Mai) und Cannes (G20 im November) vor.

Die ersten Diskussionen

Ende November 2010, fand ein Treffen im selbstverwalteten Gebiet von Tanneries statt, um die Widerstandsmöglichkeiten gegen diese beiden Treffen zu organisieren und zu diskutieren. Dieses Treffen fand nach “Abenden der militanten Reflektion” statt, die sich mit der Auswertung der in zahlreichen Städten, besonders in Frankreich und Deutschland organisieren Gegengipfeln beschäftigten. Wir waren etwas mehr als 80 Personen aus unterschiedlichen Ländern und trafen uns in Dijon, um über antikapitalistische und antiautoritäre Grundlagen zu diskutieren. Über unsere Meinungen und Gedanken über den anstehenden G8 und G20 Gipfel. In Erwartung von zukünftigen Begegnungen und Treffen findet ihr hier das Ergebnis unserer Diskussion.

Den Horizont der Gegengipfel öffnen, nicht nach Deauville gehen

Ja, einige Teilnehmer_innen haben den Willen bekundet direkt nach Deauville zu mobilisieren um dort den G8 in Frage zu stellen. Viele von uns möchten sich jedoch nicht im selben Ort, in dem der Gipfel stattfindet, treffen. Der erste Grund dafür ist ein taktischer: wir möchten nicht genau dahin gehen wo uns die repressiven Kräfte erwarten, an einen Ort den sie gewählt haben und wo sie sich schon lange vorher vorbereiten. Die Gegengipfel von Straßbourg, Kopenhagen und Brüssel waren in dieser Hinsicht lehrreich: wir wollen nicht erneut dazu dienen die Aufstandsbekämpfungstaktiken der Ordnungskräfte zu trainieren. Die ersten internationalen Gegengipfel waren bahnbrechend darin, eine kapitalismuskritische Theorie und Praxis in den öffentlichen Raum zu bringen, und sie brachten einige unkontrollierbare Situationen hervor. Diesen ersten Proteste ist es gelungen die Illegitimität dieser staatlichen Treffen zu verdeutlichen. Sie haben die Offiziellen dazu getrieben die Haupstädte zu verlassen und in stacheldraht und zaunbewährte Camps umzuziehen. Dennoch, seit Genua hat sich das Handling der Proteste durch die Polizei enorm weiterentwickelt wohingegen unsere Techniken nur uwesentliche Veränderungen erlebten. Zu schnell finden wir uns so in Situationen in denen wir nur noch die Dinge hinnehmen können und nichtmehr handlungsfähig sind. Der NATO-Gipfel in Strasbourg, der G8 in Heiligendamm fanden ohne nennenswerte Probleme für die Deligierten statt. Damit möchten wir in keinem Fall die Leistungen derjenigen, die unter diesen Umständen den NATO-Gipfel in Strasbourg oder den G8 in Heiligendamm begleitet und Widerstand organisiert haben, entwerten oder abwerten. Deauville ist eine kleine bürgerliche Badestadt gut militärisch gesichert werden kann und wo die Bevölkerung uns nicht freundlich gesinnt sein wird. Die Möglichkeiten den G8-Gipfel (oder den G20 in Cannes) effektiv zu blockieren erscheinen uns äußerst gering. Schlussendlich wollen wir nicht noch einmal an dem großen medialen Schauspiel teilnehmen, an der politischen Instrumentalisation die darauf stehts folgt. Wir wollen unsere Energie nicht verlieren indem wir diesen Gipfeln, dieses Schauspiel des Bankrotts, Aufmerksamkeit gewähren. Sie werden sich selbst diskreditieren. Das System wird sich selbst vollständig zerstören. In dem wir den Profis darin vertrauen, bereiten wir die Nachfolge vor. Unsere Zukunft hängt weder von Deauville noch von Cannes ab.

Dennoch, wir denken, dass es immer notwendig ist, dass was die G8 und die G20 repräsentieren radikal zu kritisieren: den Kapitalismus und die immer feindlicher werdenden, ungleichen und individualistischen Gesellschaften die er erzeugt. Die offiziellen Gipfel sind Orte der Organisation und Legitimation der kapitalistischen Politik deren Effekte wir jeden Tag bekämpfen. Wir wollen damit fortfahren uns auf internationalen Niveau gegen diese Institutionen zu organisieren, aber wir denken, dass es effektiver ist dies zu tun, indem wir die lokalen Kämpfe hervorheben und die Brüche und Ansatzpunkte des Widerstands zu vermehren.

Die Zeit der Begegnung

Wenn wir uns auf die klassische Form der Gegengipfel zurückbesinnen, erscheinen uns Momente der internationalen Übereinstimmung unerlässlich. Ein zentrales Interesse der Gegengipfel war stets die Möglichkeiten sich zu treffen, Ideen auszutauschen und zu üben, außerdem das kollektive Leben auf egalitärer Basis. Diese gemeinsamen Momente nähren unsere Kämpfe und unsere Aktionsmöglichkeiten, unsere Gedanken und Wünsche. Auf der anderen Seite sind die Camps der Gegengipfel normalerweise gekennzeichnet von Zeitdruck, der Dringlichkeit einer Woche die schnell vergeht, und vom repressiven Druck und der Omnipräsenz der Polizei. Aus diesen Gründen haben zahlreiche Teilnehmer_innen auf dem Treffen in Dijon entschieden ihre Energie gemeinsam zu bündeln um ein Dorf von längerer Dauer zu organisieren. Dies wird während des Sommers stattfinden. Verschiedene Orte wurden vorgeschlagen, mit der gemeinsamen Charakteristik, dass sie durch Kämpfe miteinander verbunden sind.

Einige dieser Zusammenkunftsorte werden wahrscheinlich in und um Deauville während des G8 stattfinden. Wir wollen von unserer Seite aus einen Ort der Zusammenkunft und des Lebens organisieren. Einen Ort, der die Dringlichkeit hinter sich lässt, der uns wirklich erlaubt unseren Raum zu entwickeln und zu festigen. Jenseits von Grenzen, Abgrenzungen zwischen Kämpfen und dem politschen Milieu. Dieses Dorf wird ein autonomer Ort sein, so man sich Zeit zum Nachdenken über praktische und theoretische Fragen nehmen kann, aber auch (wieder)erlernen kann wie man arbeitet. Wie man unsere Strategien und Aktionen koordinieren kann. Es handelt sich letztendlich darum ein gemeinsames Leben zu teilen, unsere praktischen Erfahrungen auszutauschen und unsere Alternativen in den Alltag einzubringen.

Die Kämpfe vereinigen, die Orte wählen

Das ist ein anderes Ergebnis des Treffens von Tanneries: Die Bedeutung der Vereinigung mit den Einwohnern im Kampf kam mehrmals zur Sprache. Die Bewegung gegen die Rentenreform in Frankreich die langsam zur Ruhe kommt hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Viele wollten fortfahren gegen die Politik der Regierung zu kämpfen. Zahlreiche andere Kämpfe fanden überall in Frankreich und Europa statt, die politischen Maßnahmen, gegen die sich immer mehr Menschen erheben sind überall die gleichen Machenschaften egal ob auf lokalem, nationalem oder Globalen Niveau. Die Kämpfe wie die griechischen Aufstände 2008, die Anti-Castor Kampagne oder die Kommunen von Oxaca und Kopenhagen zeigen, dass sich unsere Kräfte stehts multiplizieren, wenn sie sich mit den lokalen Kräften der Bevölkerung verbinden. Auf der anderen Seite kann das einbringen von antikapitalistischen Fragestellungen und Positionen in lokale Kämpfe dazu führen, dass sich die Perspektiven dieser Kämpfe erweitern. Das ist der Grund weshalb wir uns wünschen, dass sich die Kritik und die Proteste gegen die Welpolitik von G8 und G20 und den daraus folgenden lokalen Effekten differenziert. In Richtung von Orten, der Städte und Versammlungen wo sie gewöhnlich nicht präsent sind. Eine selbstverwaltete Karavane die offen für alle ist startet demnächst in Lyon und kreuzt durch die Städte und Dörfer von Frankreich um allen die Teilnahme und Vorbereitung für die Mobilisation gegen die G8 und G20 Gipfel zu ermöglichen.

Um nicht die gleichen Fehler wie in der Vergangenheit zu machen, um zu erreichen, dass in Frankreich die Masse an Polizei ein Vorteil und kein Problem für uns wird, rufen wir zu dezentralen Aktionen während des G8-Gipfels auf. In Frankreich und anderen Ländern. Ohne diejenigen abhalten zu wollen, die nach Deauville gehen rufen wir alle Gruppen dazu auf sich in allen Regionen in Frankreich und der Welt zusammenzufinden und sich lokal zu organisieren um dezentrale Aktionen durchzuführen an den Orten und zu den Themen ihrer Wahl. Aktionen um den Verkehrsfluss zu blockieren oder Symbole des Staats und des Kapitals anzugreifen, Demonstrationen und Besetzungen. Temporäre autonome Zonen, Verbreitung von Texten und Parolen… Die Möglichkeiten sind zahlreich und wir sind überall.

Der Erfolg von dieser Strategie hängt von der Kapazität der lokalen Gruppen ab, sich und andere zu mobilisieren. Aus dieser Sicht hoffen wir dass das selbstverwaltete Dorf, dass unabhängig vom Staat ist eine Verlängerung dieser Dynamik sein wird. Ein Ort der Zusammenkunft von lokalen und regionalen Gruppen, international, selbstorganisiert, und ein Ort der erlaubt die Aktionen gegen den G8 zu analysieren und die nächsten internationalen Mobilisationen in den Blick zu nehmen zuerst die Mobilisation gegen den G20. Diese drei Momente (G8, Dorf, G20) sind Gelgenheiten um eine neue Etappe in der kämpfenden Bewegung zu probieren, in ein neues Stadium der Ausarbeitung von kollektiven Strategien und Taktiken gegen internationale Institutionen zu treten. Es ist zuletzt ein Versuch unsere Organisations-, Reflexions- und Selbstverwaltungsfähigkeiten nachhaltig zu steigern.

Beginnt damit euch lokal zu organisieren! Verbreitet diesen Aufruf und beginnt damit eure Ideen auszutauschen: Das nächste internationale Treffen findet vom 4 bis 6 Februar in Paris statt.

For other languages and more information:
https://nog2011.noblogs.org/